057-21-02-25-A-Sachstand-VLC-an-Schulen.pdf (64 Downloads)

Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärt, dass „nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft und Technik“ vom Mobilfunk keine gesundheitliche Gefahr ausgehe, es für „eine abschließende Beurteilung von Langzeitwirkungen“ der Mobilfunk-Technologie auf die Gesundheit aber noch zu früh sei. Vorsorglich soll die Exposition mit elektromagnetischen Feldern gering gehalten werden. „Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Exposition für Kinder. Sie befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren.“ (Quelle: „Tipps für Nutzer*innen von Smartphones und Tablets“ des Bundesamtes für Strahlenschutz).

Aufgrund von zahlreichen Studien sollten die gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks – wie zunehmend in anderen Ländern – stärker Beachtung finden als dies bislang geschieht. Eine nicht auf elektromagnetischen Wellen, sondern auf Licht basierte Übertragung von Daten könnte gesundheitliche Risiken bei der Datenübertragung minimieren. So hat das Fraunhofer Institut HHI z. B. vor drei Jahren am Hegel-Gymnasium in Stuttgart einen Schulraum mit „Visible Light Communication Technologie (VLC)“ ausgestattet, um Erfahrungen mit dieser Technik beim Einsatz in Schulen zu gewinnen. Die Durchführung eines ähnlichen Versuchs und die Nutzung der dabei zu gewinnenden Erkenntnisse an einer Schule in der „Gesundheitsstadt Wiesbaden“ sollte geprüft werden.

 

Der Ausschuss wolle beschließen:

Der Magistrat möge beim Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, in Berlin in Erfahrung bringen, welche Erkenntnisse der Schulversuch mit dem Einsatz der VLC-Technologie gebracht hat und dem Ausschuss berichten sowie sich dazu äußern, ob auch an einer oder an mehreren Wiesbadener Schulen ein Einsatz der VLC-Technologie (ggfs. pilotmäßig) in Frage kommt und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.