Maßnahmen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention nicht „auf die lange Bank schieben” – Aufnahmekapazität der Frauenhäuser erhöhen!

„Der jüngste Fall eines Mordes an einer Frau mitten in Wiesbaden macht deutlich, wie wichtig es ist, die Realität von Gewalt gegen Frauen stärker in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit zu rücken und seitens der Landeshauptstadt Wiesbaden Maßnahmen im Sinne der Istanbul-Konvention vom Februar 2018 zügig umzusetzen”, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Linke&Piraten Rathausfraktion, Mechthilde Coigné.

„Im Oktober 2019 wurde von unserer Fraktion ein Sachstandsbericht eingefordert, wie weit die Umsetzung der Istanbul-Konvention in der Landeshauptstadt Wiesbaden gediehen ist. Mittlerweile gibt es ein detailliertes Umsetzungskonzept, das vielfältige Maßnahmen vorsieht und insbesondere die Vernetzung unterschiedlicher Einrichtungen zum Inhalt hat. Diese erfordert Ressourcen ebenso wie die Aufstockung der Unterbringungsmöglichkeiten für bedrohte Frauen in Frauenhäusern. Die Kapazität in den Frauenhäusern entspricht nämlich nicht der in Istanbul unter den beteiligten Staaten getroffenen Vereinbarungen, was wir wiederholt kritisiert haben. Der jüngste Fall eines Mordes ist trauriger Anlass, dies erneut anzusprechen”, so Coigné in einer Presseerklärung der Fraktion.

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