Nach dem Kunstfrevel: Hygieia Skulptur wird saniert!

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Die Hygieia-Gruppe, ein aus Carrara-Marmor gefertigtes Werk des Bildhauers Karl Hoffmann wurde 1850 auf Initiative Wiesbadener Bürger als erste Skulptur im öffentlichen Raum am Kranzplatz in Wiesbaden aufgestellt. Sie steht heute in der Brunnenkolonnade und ist mit einer Farbschicht bedeckt.

Auf eine Anfrage der Stadtverordneten Brigitte Forßbohm hin, ist der Zustand der stadtgeschichtlich bedeutenden Skulptur von Sachverständigen untersucht worden. Demnach handelt es sich um zwei Schichten Dispersionsfarbe, die auf die Marmorgruppe aufgetragen wurden. Wann und weshalb könne nicht abschließend geklärt werden. Die heutige Stadtverordnete hatte schon vor vielen Jahren als Gästeführerin auf den Kunstfrevel aufmerksam gemacht, nachdem sie einer ungläubig dreinblickenden Gästeschar erklären wollte, es handele sich um ein Werk aus Carrara-Marmor, wo doch nur stumpf-matte Dispersionsfarbe zu sehen war. „Seitdem verzichtete ich darauf, Gästen die Skulptur zu zeigen. Niemand kümmerte sich um die Farbschicht, obwohl ich sowohl die damalige Kurhausverwaltung als auch die Untere Denkmalschutzbehörde informiert hatte. Umso mehr freue ich mich, dass nun Bewegung in die Sache gekommen ist und die Hygieia, die Göttin der Gesundheit, in absehbarer Zeit wieder in ihrer vollen Schönheit erstrahlen wird.“ Wünschenswert sei es dann, die Hygieia-Gruppe wieder öffentlich zugänglich zu machen, so Forßbohm.

Die Kosten für die Entfernung der Farbschichten werden auf ca. 10.000 Euro geschätzt. TriWiCon wird im Frühjahr 2021 einen entsprechenden Förderantrag bei der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz stellen.