Intensivbetten in Wiesbaden – Ampel steht auf Rot – auch ohne Corona!

PM-2020-06-04-Intensivbetten-Wiesbaden-L&P.pdf (16 Downloads)

Der gesundheitspolitische Sprecher der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden, Ingo von Seemen, äußert sich kritisch gegenüber der gestrigen Berichterstattung im Gesundheits-Ausschuss der Landeshauptstadt. Dieser enthielt erschreckende Zahlen über die zur Verfügung stehenden Intensivbetten.

Eine von vier sogenannten „Corona-Ampeln“ steht auf Rot: Die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten an Wiesbadener Krankenhäusern ist deutlich zu gering – und das bei gerade mal vier Belegungen durch Corona-Patienten:

„Das ist für mich eine unhaltbare Situation. Es kann doch nicht wahr sein, dass bei einer aktuell so mäßigen Coronalage Wiesbadens Krankensystem schon komplett überfordert ist! Selbst wenn wir keinen einzigen Coronapatienten hätten, wäre die Ampel schon auf Rot!“ so von Seemen entsetzt. „Das Problem liegt auf der Hand: Intensivbetten bringen keinen Gewinn. Deswegen ist es für die profitorientierten Helios-Kliniken nicht von Bedeutung diese in ausreichender Zahl vorzuhalten. Die HSK als Maximalversorger in Wiesbaden und somit zuständig für die Notfallbetreuung, kommen ihrer Aufgabe nicht nach. Das Krankenhaus gehört dringend zurück in kommunale Hand. Gesundheitsversorgung ist eine staatliche Aufgabe und sollte nicht der Gewinnoptimierung unterliegen. Man möge sich nur überlegen, was bei einer zweiten, potentiell stärkeren, Coronawelle los wäre!“

Bildquellen

  • traffic-lights-6010: www.pixabay.com