054-20-06-23-A-Versorgung-Opfer-häuslicher-Gewalt-in-Corona-Zeiten-final.pdf (8 Downloads)

Zu Beginn der Corona-Pandemie befürchteten die zuständigen Stellen in der Stadt und die Organisationen, die mit der Betreuung von Opfern häuslicher Gewalt vertraut sind, eine Zunahme der Opfer von häuslicher Gewalt, bei denen es sich meist um Frauen und Kinder handelt. Insbesondere bei Menschen in engen Wohnverhältnissen, in Corona bedingter Quarantäne, mit finanziellen Sorgen, mit Kindern, die nicht in die Schule, den Kindergarten oder auf Spielplätze gehen können, können sich Spannungen in den Familien zuspitzen. Die Zunahme von häuslicher Gewalt scheint „vorprogrammiert“ zu sein. Eine Steigerung der Anfragen von gewaltbedrohten Frauen erwarteten die Frauenhäuser verstärkt nach den Osterferien und im Zuge von partiellen Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie:

 

Der Ausschuss wolle beschließen:

Der Magistrat möge zu folgenden Fragen berichten:

  • Wie entwickelten sich die Zahl der Anfragen und die Notwendigkeit der Unterbringung von Opfern von häuslicher Gewalt in den Monaten März, April, Mai und in der ersten Juni-Hälfte 2020?
  • Konnten alle Betroffenen in Frauenhäusern, angemieteten Wohnungen oder Hotels untergebracht werden? (Es wird um eine differenzierte Darstellung hinsichtlich der Unterbringungsmöglichkeiten gebeten.)
  • Konnten die Frauen auch betreut werden? Wie ist die personelle Ausstattung hierfür?