Freibäder öffnen – zu welchen Preisen?

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Am heutigen Freitag öffnen die Freibäder in Wiesbaden. Eintritt erlangt nur, wer im Internet eine Einzelkarte als E-Ticket erwirbt. Auf Antrag der Fraktion L&P hat der Sportausschuss gestern den Magistrat aufgefordert, dieses Vorgehen zu überprüfen.

Zur Verfügung stehen nur Einzelkarten für Erwachsene und Kinder, zu den 2019 empfindlich erhöhten Tarifen. Selbst die im Rahmen des Tarifkonzepts von 2019 beschlossenen mäßigen Vergünstigungen und Rabatte können nicht in Anspruch genommen werden. Dies betrifft auch das versprochene Aufbrauchen von in 2019 erworbenen Zeitkarten. Sollte nach dem digitalen Erwerb einer Eintrittskarte etwas dazwischenkommen und der Schwimmbadbesuch ausfallen, verfällt die Karte ohne Rückerstattung. „Dieses Vorgehen des Bäderbetriebs ist mehr als erklärungsbedürftig. Es widerspricht der Förderung des Breitensports und der Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung“, stellt Brigitte Forßbohm, sportpolitische Sprecherin der Fraktion L&P fest. Nach kurzer Diskussion, in der auch vom Unmut von Schwimmbadbesucher*innen die Rede war, beschloss der Ausschuss, den Magistrat aufzufordern, die derzeitige Tarifgestaltung der Freibäder zu überprüfen.

Für viele Menschen sind aus gesundheitlichen Gründen die Wassertemperaturen in den Freibädern mit ca. 21 Grad zu niedrig. Nur das überteuerte Opelbad – Eintritt 10 Euro! – hat 24 Grad. Dem Antrag der Fraktion L&P, der Magistrat möge mit Unterstützung der Schwimmvereine dafür Sorge zu tragen, dass ein möglichst großer Kreis der Schwimmer*innen ihren Sport auch in den Hallenbädern wieder ausüben kann, wurde abgelehnt.

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