Wo bleibt der Corona-Masterplan für Wiesbaden?

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Die LINKE&PIRATEN Rathausfraktion kritisiert OB Gert-Uwe Mendes scharfe Ablehnung der Vorschläge von Bodo Ramelow zum Umgang mit der Pandemie in Thüringen und merkt an, dass es für die Landeshauptstadt Wiesbaden überhaupt kein durchaus durchdachtes Konzept gibt.

„Bodo Ramelow legt für Thüringen Vorschläge für eine stärkere Lokalisierung des Pandemiemanagements vor. Ein solches Konzept gibt es für Wiesbaden nicht im Ansatz. Wo bleibt ein Risikomanagement  für die Altenheime? Wie soll mit den in Gemeinschaftsunterkünften lebenden Geflüchteten umgegangen werden? Wie sieht es mit der Umsetzung von Hygienemaßnahmen in Schulen aus?  Von einem Corona-Masterplan ist Wiesbaden noch weit entfernt”,  kritisiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Forßbohm.

Die Stadt muss sich die Fragen stellen: Wie will sie die Schulen ausrüsten? Gibt es ausreichende Toiletten? Waschbecken, auch in Klassenzimmern? Vor Eröffnung von Schulen und Kitas, die möglichst bald geschehen sollte, muss eine optimale Durchlüftung der Räume gewährleistet sein. Wird an die Einrichtung von Raumluft-Anlagen, mit denen Viren aus der Luft gefiltert werden können, gedacht? Welche Möglichkeiten zum Testen auf den Covid 19-Virus sollen Lehrer*innen und Erzieher*innen zur Verfügung gestellt werden? Gibt es überhaupt eine Risikoanalyse für Wiesbaden mit seinem relativ hohen Anteil älterer Personen? Wann werden die  GUs aufgelöst, in denen Hunderte von Menschen auf engstem Raum zusammen leben?  In welchen Betrieben in Wiesbaden sind die Mitarbeiter*innen auf ihren Arbeitsplätzen besonders gefährdet?

Diesen Fragen sollte OB Mende nachgehen, statt die Konzepte anderer zu kritisieren, die sich bisher mehr Gedanken darüber gemacht haben, wie mit dem Corona-Virus gelebt werden kann.

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