Keine Erhöhung der Schwimmbadgebühren!

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Nach Auffassung der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden sind die, von der Kooperation aus SPD, CDU und Grünen im Rathaus geplanten, umfassenden und drastischen Gebührenerhöhungen kontraproduktiv in Bezug auf die gesundheits-, sport- und sozialpolitische Bedeutung der städtischen Bäder.

„Es ist einfach falsch, wenn Gebührenerhöhungen nach dem Organisationsgutachten für die Bäderbetriebe als ,zwingend‘ bezeichnet werden. Sie sind auch nicht ,unumgänglich‘ nur wegen der Installation eines neuen Kassensystems. Allein der politische Wille entscheidet über die Gestaltung der Gebühren“, erklärt die sportpolitische Sprecherin der Fraktion L&P, Brigitte Forßbohm.

Die drastischen Gebührenerhöhungen seien obendrein äußerst unausgewogen. Für Schüler*innen, Studierende und Behinderte soll sich der Eintritt 2020 auf 3 Euro verdoppeln, 2022 sollen sie mit 4 Euro fast das Dreifache bezahlen (bisher 1,50 Euro). Auch für Kinder und Jugendliche soll sich der Eintritt ab 2022 prozentual unverhältnismäßig auf 2,50 Euro erhöhen. „Um in den Genuss eines Rabatts von 20% wie bei der bisherigen Fünferkarte zu kommen, sollen nun 100 Euro hingeblättert werden. Wer kann sich das denn leisten?“, fragt Forßbohm.
Auch für die Schwimmvereine erhöhen sich die Kosten, da sie zusätzlich zu den Vereinszeiten auch im öffentlichen Badebetrieb Bahnen belegen müssen, die sie bisher zu einem ermäßigten Eintritt nutzen konnten.

Die Fraktion L&P befürchtet, dass die neue Gebührenordnung, sollte sie so verabschiedet werden, auch wirtschaftlich ein Flop werden könnte, wenn die viel schwimmende Stammkundschaft in kostengünstigere Bäder der Umgebung abwandere oder das Schwimmen überhaupt aufgebe. Es stimme einfach nicht, dass die Wiesbadener Gebühren im Verhältnis zu den Bädern der Region „zu günstig“ seien. Es werde nicht berücksichtigt, dass die Stadt Frankfurt z. B. für Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt gewährt. Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von jungen Nichtschwimmer*innen fordert dies die Fraktion L&P auch für Wiesbaden.
„Schwimmbäder können nun mal nicht ohne öffentliche Zuschüsse betrieben werden. Bessere betriebswirtschaftliche Ergebnisse lassen sich nur durch eine bessere Auslastung erzielen. Der gesundheitliche Aspekt muss dabei immer im Vordergrund stehen!“, betont Forßbohm.

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