Kein Herz für Heimkinder – Entlastung  der Kinder in Wiesbaden abgelehnt

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Ein Antrag der LINKEN&PIRATEN Rathausfraktion im Wiesbadener Sozialausschuss zur Entlastung von Heimkindern wurde bei Enthaltung der GRÜNEN, von allen weiteren Fraktionen abgelehnt. Einzig die L&P Fraktion stimmte dafür, dass Heimkinder statt 75% ihres Einkommens nur noch 25% abgeben müssten

Für den sozialpolitischen Sprecher der Fraktion und OB-Kandidaten Ingo von Seemen ist das nicht nachvollziehbar: „Heimkinder und Jugendliche in Pflegefamilien haben doch schon im Leben mit genug Hürden zu kämpfen. Muss man ihnen das Leben denn auch noch im finanziellen Bereich schwerer machen, als für Kinder und Jugendliche, die das Glück haben mit Eltern aufzuwachsen?“

„Ich lasse auch nicht als Argument gelten, dass viele der Jugendlichen nach ihrer Ausbildungszeit weniger Geld verdienen würden, weil sie möglicherweise in den SGB II-Bezug kämen. Wir wollen die Jugendlichen auf ein selbstständiges Leben vorbereiten und nicht auf den Bezug von Sozialleistungen“, so von Seemen weiter.

Im Antrag heißt es: Die Kinder sollen „maximal 25 % ihres Verdienstes an die Stadt Wiesbaden abgeben müssen, wenn sie während der Schulzeit einer Nebenbeschäftigung nachgehen. Bei einer Beschäftigung während der Ferien sollen sie von den Abgaben befreit werden. Diese Regelung soll die Jugendlichen zur Aufnahme einer Nebenbeschäftigung, insbesondere während der Ferien, motivieren. Da die derzeitige Regelung demotivierend wirkt und Jugendliche, welche in stationären Einrichtungen oder Pflegefamilien untergebracht sind, für ihre schwierige familiäre Situation bestraft. Durch geringere Abgaben würden sie motiviert, eine Nebenbeschäftigung zu suchen und dabei erste Arbeitserfahrungen zu sammeln.“

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  • Heimkinder: www.pixabay.com