Humanitäre Sprechstunde in Wiesbaden: Gesundheitsamt steigt ohne Erklärung aus!

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Der sozialpolitische Sprecher der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden, Ingo von Seemen, zeigt sich besorgt über den im Sozialausschuss diskutierten Ausstieg des Gesundheitsamtes aus der Humanitären Sprechstunde

Die 2011 ins Leben gerufene Humanitäre Sprechstunde in Wiesbaden, die in einer ursprünglichen Kooperation zwischen dem Amt für Zuwanderung und Integration, pro familia e.V, dem Diakonischen Werk und dem Gesundheitsamt, medizinische Betreuung für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz anbietet, unterstützt mittellose Menschen die in Wiesbaden leben in gesundheitlichen Themen wie zum Beispiel bei Kinder- oder Schwangerschaftsversorgung.

„Ohne jegliche Erklärung stieg das Gesundheitsamt aus dieser, für die Stadt sehr wichtigen, Kooperation aus. Ein Aufgabenbereich des Amtes war der Impfschutz für Kinder, welcher nun komplett wegfällt. Gerade innerhalb der aktuellen Diskussionen halte ich das für sehr unverantwortlich und ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir können die Ehrenamtlichen dort nicht so sträflich im Stich lassen“, meint von Seemen.

Während der Sozialausschuss am gestrigen Abend den Beschluss gefasst hat, eine Erklärung für das Vorgehen des Gesundheitsamtes zu verlangen, geht das für den sozialpolitischen Sprecher und OB-Kandidaten nicht weit genug:

„Eine derartige Versorgung, vor allem für Kinder, muss jederzeit gesichert sein, diese Kooperation darf nicht abgebaut, sondern muss finanziell und personell besser ausgestattet werden. Hier bedarf es zum Beispiel mehr Sozialarbeiter*innen und mehr Geld, um schwerstkranke Patient*innen zu versorgen. Dafür werden wir uns auch zukünftig einsetzen!“

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