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Wiesbaden verfügt auch unter dem Gesichtspunkt der Daseinsvorsorge über eine differenzierte Bäderlandschaft. In der Stadt leben ca. 50.000 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren. (Wiesbadener Stadtanalysen, Vorausberechnung der Wiesbadener Bevölkerung und Haushalte bis 2035). Ein freier Eintritt ins Schwimmbad für Kinder würde mehr gesellschaftliche und sportliche Teilhabe ermöglichen, denn die Schwimmbäder sind vor allem in den Sommermonaten und in Ferienzeiten ein wichtiger Ort sportlicher Freizeitaktivität. Kinder, die sich den Besuch nicht leisten können, werden hiervon ausgeschlossen. Auch vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von jungen Nichtschwimmer*innen muss die Stadt ein Interesse daran haben, allen Kindern den Zugang zu Schwimmbädern zu gewähren, um das Schwimmen und das Schwimmenlernen zu fördern.

Gerade für Familien mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten wäre der kostenlose Eintritt für Kinder ein Anreiz, mehr Freizeit im Schwimmbad zu verbringen und so zu einer größeren Auslastung der Einrichtungen beizutragen. Eine größere Anzahl von zahlenden erwachsenen Begleitpersonen könnte zur Kompensation des freien Eintritts für Kinder beitragen.

 

Der Ausschuss wolle beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, dem Ausschuss zu berichten,

  1. wie viele Kinder unter 14 Jahren in Wiesbaden leben, die von einem freien Eintritt in die Schwimmbäder profitieren könnten,
  2. wie viele Kinder unter 7 Jahren in Wiesbaden leben, die nur in Begleitung Erwachsener die Schwimmbäder besuchen,
  3. welche Möglichkeiten es gibt, Kindern bis zur Vollendung des 14 Lebensjahres – analog der Regelung der Stadt Frankfurt am Main – kostenlosen Eintritt in die städtischen Schwimmbäder zu gewähren.