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Wiesbaden verfügt auch unter dem Gesichtspunkt der Daseinsvorsorge über eine differenzierte Bäderlandschaft. In der Stadt leben ca. 50.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 17 Jahren. (Wiesbadener Stadtanalysen, Vorausberechnung der Wiesbadener Bevölkerung und Haushalte bis 2035). Ein freier Eintritt ins Schwimmbad für Kinder und Jugendliche würde mehr gesellschaftliche und sportliche Teilhabe von ermöglichen, denn die Schwimmbäder sind vor allem in den Sommermonaten und in Ferienzeiten ein wichtiger Ort sportlicher Freizeitaktivität. Kinder und Jugendliche, die sich den Besuch nicht leisten können, werden hiervon ausgeschlossen. Auch vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von jungen Nichtschwimmer*innen muss die Stadt ein Interesse daran haben, allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Schwimmbädern zu gewähren, um das Schwimmen und das Schwimmenlernen zu fördern.

Gerade für Familien mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten wäre der kostenlose Eintritt für Kinder ein Anreiz, mehr Freizeit im Schwimmbad zu verbringen und so zu einer größeren Auslastung der Einrichtungen beizutragen. Eine größere Anzahl von zahlenden erwachsenen Begleitpersonen könnte zur Kompensation des freien Eintritts für Kinder und Jugendliche beitragen.

 

Der Ausschuss möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, dem Ausschuss für Freizeit und Sport zu berichten,

  • wieviele Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Wiesbaden leben, die von einem freien Einttritt in die Schwimmbäder profitieren könnten,
  • wieviele Kinder unter 7 Jahren in Wiesbaden leben, die nur in Begleitung Erwachsener die Schwimmbäder besuchen,
  • welche Möglichkeiten es gibt, Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (analog der Regelung der Stadt Frankfurt am Main) kostenlosen Eintritt in die städtischen Schwimmbäder zu gewähren.