Zwei neue Gymnasien in Wiesbaden? – LINKE&PIRATEN unterstützen die Position der GEW nach integrierenden gymnasialen Angeboten

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Der Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecher der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion, Hartmut Bohrer, spricht sich für eine Stärkung der Integrierten Gesamtschulen in Wiesbaden und Ausschöpfung der gymnasialen Bildungsangebote aus

„Wir teilen die Meinung, dass an beiden Standorten, an denen seitens der „Großen Kooperation“ von SPD, CDU und GRÜNEN  Neubauten von Gymnasien geplant sind, mit der Alexej-von-Jawlensky-Schule in Dotzheim und der Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kostheim, zwei Integrierte Gesamtschulen mit einem gymnasialem Bildungsgang und einem attraktiven Profil zur Verfügung stehen“ so der Stadtverordnete Bohrer. An der Wilhelm-Leuschner-Schule gibt es außerdem nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Notwendigkeit, wieder eine gymnasiale Oberstufe einzurichten, nachdem das Oberstufengymnasium Martin-Niemöller-Schule zu einem Vollgymnasium ausgebaut wurde.

Die Stärkung der Integrierten Gesamtschulen ist auch in Wiesbaden ein wichtiges gesellschaftliches Ziel, um der sich vertiefenden sozialen Spaltung zu begegnen und die Bildungspotenziale auszuschöpfen. Man kann nicht Fachkräftemangel beklagen, aber nicht den Ausbau von guter Bildung für alle wollen. Zudem wäre ein Ausschöpfen von möglichen Zügigkeiten an bereits bestehenden Gymnasien vorrangig, besteht doch das Problem, dass die Jahrgangsstärken auf dem Weg zum Abitur schwächer werden, weil Schülerinnen und vor allem Schüler den Leistungsanforderungen eines Gymnasiums nicht gewachsen sind. Die Gymnasien sind aber auf entsprechende Jahrgangsbreiten angewiesen, wenn sie in der Oberstufe durch besondere Fächerangebote ihr Profil stärken wollen. Zudem dürfte ein Ausbau an bestehenden Standorten schneller und preisgünstiger zu realisieren sein als völlige Neubauten „auf grüner Wiese“.

Die Erweiterung des Angebots an Integrierten Gesamtschulen würde auch das Problem mindern, das dadurch entsteht, dass alljährlich für eine dreistellige Schülerzahl ein neuer Schulplatz gesucht werden muss, weil sie an Gymnasium oder Realschule scheitern – vom individuellen Leid einmal ganz abgesehen.