Deutsche Umwelthilfe und VCD: Vertrauensvorschuss für Wiesbaden

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Das seit vier Jahren laufende Gerichtsverfahren für „Saubere Luft“ mit einem drohenden Dieselfahrverbot für Wiesbaden ist erstmal erledigt. Der vergangene Woche vorgelegte Luftreinhalteplan überzeugte Richter und Kläger

„So sehr das Ergebnis zu begrüßen ist, bleibt doch zu bedenken, dass dies ein Vertrauensvorschuss ist, der nicht verspielt werden darf. Das heißt, der Luftreinhalteplan muss ohne Wenn und Aber und ohne Verzug durchgeführt werden“, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion, Brigitte Forßbohm.

Anders sei nicht zu erwarten, dass es schon 2019 nur noch zu geringen Grenzwertüberschreitungen kommen werde und schon 2020 die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten würden. Entscheidend sei die Ausweitung und drastische Verbilligung des öffentlichen Nahverkehrs in Wiesbaden und im Umland sowie die Ausweitung der Park&Ride-Flächen am Stadtrand. Längerfristig gehe nichts ohne den Bau der Citybahn.

In dem vorgesehenen und schnellstmöglich einzuführenden 365-Euro-Nahverkehrsticket, sieht die Fraktion L&P ein Anfang auf dem Weg zum gebührenfreien ÖPNV.
Was den Ausbau des Radwegenetzes betrifft, sei noch viel zu tun. „Dabei ist das Augenmerk vor allem darauf zu richten, Radfahren für die attraktiver zu machen, die sich im Stadtverkehr Wiesbadens bisher unsicher und gefährdet sehen“, gibt Forßbohm zu bedenken.

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