Brandschutz in der Hans-Bredow-Straße: LINKE&PIRATEN Rathausfraktion prüft rechtliche Schritte

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Die LINKE&PIRATEN Rathausfraktion kritisiert die Antwort des Oberbürgermeisters auf die Anfrage zum Thema Brandschutz in der Gemeinschaftsunterkunft Hans-Bredow-Straße und kritisiert die lebensgefährlichen Bedingungen noch einmal mit Nachdruck

Neben den bereits bekannten katastrophalen Bedingungen in der Flüchtlingsunterkunft kritisiert die Fraktion die erschreckenden Brandschutzmängel. Dem Hinweis, dass Löschhydranten abgeschlossen seien (siehe Foto), entgegnet Gerich allein damit, dass bei einem Brandfall in diesem Gebäude der Schwerpunkte bei der raschen Räumung liege und nicht bei der Brandbekämpfung.

Diese Aussage hält der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Ingo von Seemen, für fragwürdig und unsachlich: „ Was würde der Oberbürgermeister wohl dazu sagen, wenn man bei seinem Hab und Gut keine Brandbekämpfung vornehmen würde? Die rasche Räumung ist eine Selbstverständlichkeit zur Rettung von Menschenleben, ebenso ist aber auch die Brandbekämpfung von immenser Bedeutung. Nun stelle man sich einfach mal vor, vor Ort brennt gerade mal ein Mülleimer oder eine Gardine. Dann soll die Räumung des Gebäudes die Konsequenz sein, anstatt den Brandherd so schnell wie es nur geht zu bekämpfen? Das ist doch völlig unverantwortlich!“

Im dazugehörigen Ausschuss sprach der Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) darüber hinaus von „keinem Bedarf“ an Verbesserung, mit der Argumentation, der Zustand Hans-Bredow-Straße sei „wesentlich besser” als der in der bereits geschlossenen Unterkunft in der Mainzer Straße: „Als wäre der Standard, an dem man messen müsse, eine Unterkunft, die Zwangshalber geräumt wurde, weil der Brandschutz überhaupt nicht gegeben war. Es ist wirklich nicht zu glauben, wie Gegebenheiten runtergespielt werden und mit Halbwahrheiten ausgewichen wird“ so von Seemen weiter. Das ehemalige Bürogebäude in der Hans-Bredow-Straße ist als dauerhafte Unterkunft schlichtweg ungeeignet.

Die L&P Rathausfraktion sieht einen dringenden Fall der Gefährdung von Menschenleben und prüft deshalb nun rechtliche Schritte.

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  • PM-2019-02-05-Brandschutz-Bredowstraße-LP: Ingo von Seemen