009-18-11-29-A-Verhalten-im-Stadtwald.pdf (57 Downloads)

Der Stadtwald dient der Naherholung und Freizeitgestaltung. Er wird genutzt zum Spazierengehen und zum Wandern sowie für sportliche Aktivitäten wie Joggen und Radfahren. Für Kinder bedeutet der Aufenthalt in der natur- und bodennahen Umgebung des Waldes eine besondere und wichtige Erfahrung. Er ist zugleich Lebensraum für Wild, Vögel und Insektenarten. Dies erfordert ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt von allen Besucher*innen des Stadtwaldes. Dies wird leider nicht von allen Waldbesucher*innen beherzigt. Insbesondere das illegale Befahren mit Mountainbikes außerhalb der dafür vorgesehenen Wege bis hin zu massiven illegalen Ausbauten für „Downhill“-Abfahrten mit waghalsigen Sprungmanövern gefährden nicht nur die Nutzer*innen selbst, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt vor allem in den Brutzeiten. Außerhalb der vorgesehen Waldwege sind Waldbesucher*innen außerdem gefährdet durch Astbruch, da dort keine regelmäßigen Kontrollen erfolgen.

Eine Besichtigung mit Frau Rippelbeck vom Grünflächenamt und dem Revierförster Herrn Lemcke am 18.10.2018 hat gezeigt, dass es sehr schwer ist, die illegale Nutzung des Waldes zu verhindern und zu ahnden. Die LINKE&PIRATEN Rathausfraktion sieht in der Sensibilisierung der Waldbesucher*innen für die Tier-und Pflanzenwelt und in einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit eine Möglichkeit, Schäden einzudämmen.

Bisher fehlt eine leicht zugängliche Information über Gefährdungen, aber auch über rücksichtsvolles Verhalten im Stadtwald.

 

Der Ausschuss möge deshalb beschließen:

Der Magistrat möge

  1. prüfen, ob und wo es möglich ist, an den größeren Eingängen in den Stadtwald (z.B. im Nerotal, Neroberg, Dambachtal, Goldsteintal) sowie an großen Waldparkplätzen (z.B. Platte) Schilder aufzustellen, die über das erforderliche rücksichtsvolle Verhalten im Wald informieren (auf den Wegen bleiben, welche Wege für Radfahren geeignet sind, welche nicht, Hunde anleinen usw.)
  2. dem Ausschuss Muster für solche Schilder und deren grafische und textliche Gestaltung zur Diskussion und Beurteilung vorlegen.

 

Ergebnis: Der Antrag wurde einstimmig angenommen.