015-18-08-28-A-Reaktivierung-der-Aartalbahn-final.pdf (52 Downloads)

Nach dem Vorbild der Taunusbahn im Hochtaunuskreis, die sich seit ihrer Wiederinbetriebnahme einer zunehmenden Nachfrage erfreut und zu Stoßzeiten auch durchgehende Züge von Grävenwiesbach bis zum Frankfurter Hauptbahnhof anbietet, könnten auch auf der vorhandenen Aartalbahntrasse durch attraktive Angebote Pendler und Reisende zum Umsteigen vom Auto und Bus auf die Schiene motiviert werden. So wäre auch eine direkte und rasche Bahnanbindung des Aartals an Frankfurt und Mainz möglich. Damit verbunden wäre eine Verringerung des Durchgangsverkehrs auf dem 1. und 2. Ring und somit eine Reduzierung von Schadstoffausstoß und Lärmbelästigung für die Anwohner.

Die Reaktivierung der Aartalbahn wäre nach Angaben des Vereins Nassauische Touristikbahn e.V. (NTB) mit einem relativ geringen Betrag finanzierbar sowie auch in einem relativ kurzen Zeitraum technisch machbar und sollte gegebenenfalls im Zusammenhang mit dem angedrohten Dieselfahrverbot in das Maßnahmenpaket der Landeshauptstadt Wiesbaden aufgenommen werden. Mögliche Haltepunkte (und ggf. Bedarfshalte) in Dotzheim, Kohlheck und Waldstraße/Schiersteiner Straße hätten auch im Wiesbadener Stadtgebiet einen relativ großen Einzugsbereich.

Dem längerfristigen Projekt einer CityBahn bis Bad Schwalbach stünde eine zügige Reaktivierung der Aartalbahn nicht im Wege. Da mit einem Baubeginn der CityBahn bis Bad Schwalbach – vorbehaltlich eines zustimmenden Bürgerentscheids – frühestens in sechs bis sieben Jahren zu rechnen ist, wäre die Reaktivierung der Aartalbahn eine kurzfristige, wirksame und effektive Lösung in Bezug auf die Schadstoff- und Klimaprobleme der Landeshauptstadt Wiesbaden. Sie könnte später sinnvoll mit dem CityBahn-Projekt verknüpft werden.

 

Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr möge deshalb beschließen:

Der Magistrat möge prüfen,

ob und wie eine schnelle Reaktivierung der Aartalbahn auf der vorhandenen Trasse, zunächst bis Bad Schwalbach, für den Schienenpersonennahverkehr verwirklicht werden könnte, um den Durchgangsverkehr auf dem 1. und 2. Ring zu reduzieren.