Umsetzung des Beschlusses zur tariflichen Entlohnung bei der WJW

Fraktion LINKE&PIRATEN besteht auf umgehender Umsetzung des Beschlusses zur tariflichen Entlohnung bei der WJW

Tarifliche Vereinbarungen für die städtischen Bediensteten müssen auch in den stadteigenen Gesellschaften gelten!

Für die letzte Sitzung des Ausschusses für Frauen, Wirtschaft und Beschäftigung vor der Sommerpause hatte die Stadtverordnete Mechthilde Coigné (LINKE&PIRATEN Rathausfraktion) einen Antrag eingebracht, mit dem Ziel, dass die Beschäftigten der 100% stadteigenen WJW GmbH endlich wieder nach dem TVöD entlohnt werden – so wie die Beschäftigten der Stadtverwaltung. Seit 1998 gab es für die meisten Beschäftigten der WJW keine Lohnerhöhung mehr und auch für die Auszubildenden wurde 2003 der Ausstieg aus den für den öffentlichen Dienst vereinbarten Tarifen beschlossen (siehe Berichterstattung). Welche Diskussionen es hierzu im Aufsichtsrat in den vergangenen Jahren gab, ist der L&P-Fraktion nicht bekannt, da sie erst seit kurzem im Aufsichtsrat mit Sitz und Stimme vertreten ist.

Coigné bezieht sich auf die unbestrittenen Erklärungen aus Magistrat und WJW, dass die Beschäftigten und Auszubildenden nicht für das aktuelle Defizit der WJW in Millionenhöhe verantwortlich sind. Schon an der Klage des früheren Geschäftsführers gegenüber dem Sozialdezernat, es führe der WJW nicht ausreichend Auszubildende zu, werde deutlich, welchen wichtigen Beitrag diese zur Wertschöpfung der Gesellschaft leisten. Die Dienstleistungen und Produkte der WJW, z.B. mit der weithin bekannten Domäne Mechtildshausen, entsprechen anspruchsvollen ökologischen Standards und erfreuen sich großer Nachfrage. „Mit fast 400 Auszubildenden ist die WJW ein bedeutender lokaler Faktor für die Qualifizierung des Nachwuchses in Sparten mit allseits beklagtem Fachkräftemangel. Die Stadt muss daran interessiert sein, dass auch die Arbeitsplätze für das Stammpersonal dort attraktiv bleiben, damit es ausreichend Qualifizierte gibt, die die Ausbildung gewährleisten können“, betont Coigné. „Der Beschluss des Beschäftigungsausschusses ist jetzt unverzüglich umzusetzen. Eine Infragestellung oder Verzögerung wäre nicht nur für die angeschlagene WJW sehr schädlich.“

Mechthilde Coigné, stellv. Vorsitzende im Ausschuss für Frauen, Wirtschaft und Beschäftigung

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