Keine Männerriege im Magistrat!

Die Wiesbadener Grünen haben mit Andreas Kowol einen weiteren Mann als Dezernenten nominiert. Mechthilde Coigné, frauenpolitische Sprecherin der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden (L&P), ist empört.

Nach dem Willen der neuen großen Koalition sollen künftig alle Dezernate von Männern geführt werden. “Zurück ins vorletzte Jahrhundert?” fragt Mechthilde Coigné. “Es kann doch nicht sein, dass es keine geeigneten Frauen für die Übernahme solcher Leitungspositionen gibt.” Die Fraktion L&P hatte eine reguläre Ausschreibung der zu besetzenden Stellen nach Kompetenz und Eignung gefordert. “Aber offenbar zählt das Parteibuch mehr als Kompetenz. Bewerbungen ohne Parteibuch waren nicht erwünscht. Die Auswahl wurde von vornherein sehr beschränkt.” Auch SPD und CDU hatten ebenfalls nur Männer aufgestellt.

Die aktuellen Personalentscheidungen von Grünen, SPD und CDU setzen die neue rückwärts gerichtete Politik der Missachtung der Frauenquote fort. Auch im vergangenen Jahr wurde die Frauenquote bereits bei der Besetzung etlicher städtischer Gremien ignoriert. “Das Hessische Gleichstellungsgesetz schreibt eine Quote von 50 Prozent vor. Eine Quote von 30 Prozent ist Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung. Selbst die wurde bei 6 von 14 Aufsichtsräten durch die Personalpolitik der größeren Fraktionen nicht erreicht.”, moniert Coigné.

Mechthilde Coigné
Frauenpolitische Sprecherin LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden

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