“Tiere gehören nicht in den Zirkus”

“Tiere gehören nicht in den Zirkus”, stellte Ingo von Seemen von der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden (L&P) heute im Stadtparlament fest. Er fordert ein Ende der Tierquälerei, die die Dressur darstellt. Außerdem meldet er Sicherheitsbedenken an. Die Stadt Wiesbaden soll öffentliche Flächen nur noch an Schausteller vermieten, die auf die Haltung gefährlicher Wildtiere verzichten.

In einem Antrag in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung fordert Ingo von Seemen von der Fraktion L&P, städtische Freiflächen nicht mehr an Zirkusbetriebe mit Wildtieren zu vermieten. “Es ist für mich als aufgeklärter moderner und moralischer Mensch unerträglich, dass Besucher*innen von Zirkusvorstellungen jubeln, wenn Tiere zu ihrer Belustigung durch brennende Reifen springen oder gezwungen werden, unnatürliche Kunststücke vorzuführen. Bären tanzen nicht aus freien Stücken, kein Elefant in freier Wildbahn käme auf die Idee, einen Kopfstand zu machen.”, erklärt von Seemen zu seinem Antrag.

Vielfach würden die Tiere mit Quälereien zu den Kunststücken gezwungen. Eine artgerechte Haltung sei in den zu kleinen mobilen Käfigen ohnehin meist nicht möglich. Darüberhinaus meldet von Seemen Sicherheitsbedenken wegen der Gefährlichkeit der Wildtiere an. Wenn die durch die Haltungsbedingungen aggressiven Tiere entkämen, seien Menschenleben gefährdet. “Laut einer Untersuchung der Universität Bristol sind Zirkustiere 140mal gefährlicher als Pittbulls. Vorfälle wie bei der Flucht zweier Zirkusbären in Kassel 2009 unterstreichen das. Es ist fahrlässig, weiterhin derartige Gefahren in der Stadt zu akzeptieren.”

Ingo von Seemen,
Stadtverordneter LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden

Bildquellen