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Aufgrund von Kürzungen soll es die bisherige Ferienkarte, die bislang alle Wiesbadener Familien für 26 Euro kaufen konnten, in diesem Jahr nicht mehr geben. Der geplanten Einsparung von 75 000 Euro beim städtischen Ferienprogramm soll die bisherige Familienkarte zum Opfer fallen.

Außerdem wird es infolge dieser Kürzung die kostenlose Ferienkarte in diesem Jahr nur noch für 2 500 Kinder und Jugendliche aus Familien, die Leistungen nach SGB II beziehen, geben. Laut Wiesbadener Geschäftsbericht SGB II für 2015 bezogen 9 422 Personen unter 15 Jahren und 3 845 Personen zwischen 15 und 25 Jahren Leistungen nach SGB II. Damit werden über 10 000 Kinder und Jugendliche, die an der Ferienkarte interessiert sein könnten, von einer gleichberechtigten Teilhabe und Teilnahme an den Freizeitveranstaltungen ausgeschlossen.

Die Stadtverordnetenversammlung wolle deshalb beschließen:

1. Die Wiesbadener Ferienkarte bleibt erhalten.

2. Um eine weitere Verringerung von Teilhabechancen zu verhindern, werden die Kürzungen im Wiesbadener Ferienprogramm wieder zurückgenommen.

3. Der Magistrat wird beauftragt, eine Sitzungsvorlage zu erstellen, aus der die Deckung der erforderlichen Mittel hervorgeht.